Mein Jahresrückblick
Neustart mit KI: Wie alles begann
Es ist der letzte Tag des Jahres – und ich möchte kurz anhalten, zurückschauen und in Worte fassen, was 2025 eigentlich mit mir gemacht hat und wie sehr dieses Jahr mich, meinen Weg und meinen Blick auf die Zukunft geprägt hat.
Als ich im Februar meine Weiterbildung zur TÜV-zertifizierten KI-Trainerin begonnen habe, wusste ich nicht einmal ansatzweise, wohin mich diese Entscheidung führen würde. Am Anfang stand vor allem Orientierungslosigkeit im Raum – und die Erkenntnis, dass ich den Kundenservice, den ich so sehr liebe, vermutlich nicht mehr „von innen heraus“, sondern nur noch von außen wirklich verändern und revolutionieren kann. Also habe ich irgendwann beschlossen, nicht länger nur daneben zu stehen, sondern auf das KI-Boot aufzuspringen.
KI-Weiterbildung & FOMO: Leben im Tech-Turbo
Nur stellte sich ziemlich schnell heraus, dass dieses Boot kein gemütlicher Dampfer ist, auf dem man entspannt an Deck sitzt und sich die Haare vom Wind zerzausen lässt – sondern eher ein Catamaran mit Foils. Schnell. Wild. Unruhig. Gleichzeitig so faszinierend, dass ich gar nicht mehr wegschauen konnte. Während meiner Weiterbildung wurden ständig neue Modelle, Funktionen und Tools veröffentlicht – und mir wurde immer deutlicher, worauf ich mich eingelassen hatte: Schneller, höher, weiter – und das täglich.
Nach Monaten voller FOMO, zahllosen Montag- und Mittwochabend-Calls und einer TÜV-Prüfung kam dann der Moment, in dem ich – sehr spontan und gleichzeitig völlig klar – beschlossen habe:
Ich mache mich selbstständig. Und zwar richtig. Nicht als Plan B, nicht als Übergangslösung und schon gar nicht als Mittel zur Reisekassen-Aufbesserung, sondern mit echter Mission und klarer Vision.
Selbstständigkeit mit Sinn: Mission statt Kompromiss
Und so kam es, dass ich plötzlich zwei Businesspläne auf dem Tisch hatte. Einer davon konservativ, brav, geradlinig – Bildungsbranche eben. Weil das ja vermeintlich „mein Hintergrund“ ist. Parallel durfte ich mir regelmäßig anhören, dass mir „Business-Erfahrung“ fehle – und ich danke an dieser Stelle wirklich von Herzen allen Mansplaning-Beiträgen, die dazu geführt haben, dass ich heute noch klarer weiß, in welche Richtung ich gehen möchte.
E-Commerce & E-Learning: Wo meine Erfahrung wirklich liegt
Denn dabei wurde oft vergessen – und ja, auch ich habe das lange übersehen –, dass ich seit über sechs Jahren im E-Commerce-Universum und im E-Learning arbeite. Ich kenne Prozesse, Strukturen, KPIs und die gelebte Realität in Unternehmen. Trotzdem habe ich mich selbst und meine Erfahrung immer wieder klein gemacht. Heute weiß ich, dass ich hohe Ansprüche an meine Arbeit stelle – und dass ich überall dort, wo ich etwas aufbaue oder begleite, eine positive, offene Energie mitbringe. Egal ob Training, Konzeptarbeit oder Kundenservice-Strategie.
Kundenservice neu gedacht: KI als echte Chance
Und dann war da immer noch dieser Satz aus dem Jahr 2018:
„Ich werde den Kundenservice revolutionieren.“
Damals vielleicht mutig bis waghalsig.
Heute realistisch – und zwar richtig.
Denn Conversational AI kann die unzähligen Lebensstunden, die wir in Warteschleifen verbringen, endlich reduzieren. Technologie kann uns nach vorne bringen – dieses Mal so, dass Menschen wirklich profitieren. Und ich sage es ganz bewusst:
Ich liebe Kundenservice.
Servicekultur der Zukunft: Menschlich, hybrid, empathisch
Was wir jedoch oft vergessen: Service funktioniert nur dann wirklich gut, wenn er auch empfangen werden darf. Wir haben alle hohe Erwartungen an Lösungen, Bearbeitungszeiten und Individualität – aber gleichzeitig sind viele Systeme noch immer so stark aus Unternehmenssicht gedacht, dass das Menschliche auf der Strecke bleibt. Genau hier möchte ich ansetzen.
Für mehr Menschlichkeit.
Mehr Klarheit.
Mehr Zeit.
Mehr Verbindung.
Mehr Momente, in denen wir im Sommer mit Patenkindern Eis essen und nicht in Hotlines hängen.
KI soll dabei niemanden ersetzen.
Sie soll unterstützen.
Hybrid statt Entweder-Oder.
Realitätstest: Wenn die Gründerin selbst in der Hotline hängt
Und ironischerweise habe ich, während ich offiziell gestartet bin, selbst noch unzählige Stunden in Warteschleifen von Behörden verbracht. Das war gleichzeitig frustrierend und unglaublich motivierend. Denn wenn es irgendwo Veränderung braucht, dann hier. Schritt für Schritt. Mit Ausdauer. Mit Haltung.
Große Visionen: Warum mein Ziel bewusst riesig ist
Mein Ziel ist groß. Vielleicht sogar übergroß.
Aber Ziele dürfen größer sein als wir selbst.
Sonst entsteht kein wirklicher Antrieb.
Dieses Jahr hat mich eingeladen, neu zu denken, mir selbst zu vertrauen und bewusst auch „Nein“ zu sagen – zu Optionen, die nicht zu mir passen.
Dankbarkeit & Ausblick: KI & Kundenservice 2026
Danke 2025 –
für die wunderbaren Menschen, die du mir in mein Leben gespült hast.
Für ehrliche Gespräche.
Für Sonnenmomente.
Und für die kalten Wintermorgen mit Blick auf den Rheinturm in Düsseldorf, die mich daran erinnern, warum ich diesen Weg gehe.
Der Blick auf 2026 ist klar:
Es wird funktionieren.
Zweifel sind da.
Aufgeben ist keine Option.
Vielleicht gönne ich mir nur ein bisschen weniger Grübeln – das spart Energie für alles, was jetzt kommt 😉
In diesem Sinne:
Ein gutes, leichtes, mutiges neues Jahr.
Für uns alle.